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Was wollen Pädagogen?

Hmmmm? Gute Frage! In den letzten beiden Jahrhunderten lag der Fokus auf der Wissensvermittlung. Allerdings leistete man dem mit der Einführung der Klassenzüge, Leistungsgruppen und jetzt der städtischen NMS Abbitte. Heute passiert reine Wissensvermittlung fast ausschließlich in den Gymnasien. Am Land gibt es ebenfalls durchaus noch Schulen (wenn keine gymnasiale Unterstufe in der näheren Umgebung zu finden ist) die viel mehr Wissen vermitteln (können) als wir in der Stadt. Was unterscheidet uns? Die Kinder! Wie schon mal erwähnt setzt sich bei uns eine Klasse wie folgt zusammen: 3 - 5 Integrationskinder + 3 - 5 "bioösterreichische" Kinder + 18 - 20 Kinder mit Migrationshintergrund. Bei letzteren variieren die Kenntnisse der deutschen Sprache von nicht/fast nicht vorhanden bis hin zu perfekt. Unsere "bioösterreichischen" Kinder kommen zum Großteil aus Familien mit sozialen Problemen - Gewalt ist für diese Kinder Alltag und positive Zuwendung empfinden sie mitunter als "Verarsche". Ich möchte diese Kinder auf das Leben nach der NMS vorbereiten - sie sozusagen so gut wie möglich leben- und berufsfit machen. Sie müssen Grundkenntnisse in Mathe und Deutsch haben, sie sollen Formulare ausfüllen und Fahrpläne lesen können. Wenn es uns gelingt, versuchen wir auch gute Manieren, Körperpflege, Tischmanieren und ähnliches mehr mit auf den Weg zu geben. Denn wenn Schule in der Stadt das nicht leistet, wer dann. Die Eltern können es (zum Teil) nicht.
22.2.15 11:25
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ben / Website (22.2.15 19:40)
Natürlich ist der Abriss über zwei Jahrhunderte etwas dürftig und klammert zahlreiche Reformpädagogen aus, doch die Intention bleibt verständlich. Dass die Lehrer/innen situationsabhängig zunächst um ihre eigene Belastungsgrenze bedacht sein müssen, ist sicherlich keine angenehme Erkenntnis der heutigen Zeit. Ob modern oder postmodern gedacht scheint egal zu sein; wichtig ist ein tatsächlicher Austausch der Kollegen und Schulen untereinander. Gespannt verfolge ich dies gern auch hier aus Deutschland.

Mit freundlichen Grüßen
ein (junger) Kollege


(1.3.15 00:53)
Interessant sowas. Allerdings muss ich dazu sagen, dass wohl bei vielem Unwissenheit Seitens der Eltern da ist. Es kann nicht immer darauf belassen werden das jemand keinen Bock hat. Natürlich spielt das auch mit ein aber kann nicht immer die Antwort auf alles sein. Bei ausländischen Kids würde ich zumal noch darauf tippen, dass so manch ein Problem aus der Sichtweise der jeweiligen Kultur aus der sie kommen zu betrachten ist. Vielleicht sind die Normen der ganz anders gestrickt als unsere? Sind gewisse Verhaltensweisen dort normal, die bei uns gar nicht gehen? Steckt überforderung dahinter?

Es sollte nicht nur der austausch zwischen Schulen stattfinden sondern auch, sofern möglich, Elternarbeit geleistet werden. So engmaschig wie möglich.

Ich bin zwar auch Pädagoge, jedoch in einem ganz anderen Bereich. Daher kann ich zum Thema schule nicht viel äußern.

Glg

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